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Holz lasieren

[Phanuwat Nandee] © 123RF.com

Holz lasieren und lackieren: Schutz und Glanz im Außen- und Innenbereich

Holzmöbel und Holzbauten im Garten können durch eine Lasur vor Umwelteinflüssen geschützt, sowie in Farbe und Struktur erhalten werden. Aber auch Lack eignet sich zur Aufarbeitung und zum farbigen Anstrich von Holzmöbeln. Der folgende Artikel gibt einen Überblick zu den verschiedenen Anwendungsweisen von Lack, Lasur, aber auch Öl und beschreibt die richtige Vorgehensweise bei der Holzbehandlung.

Lasieren oder Lackieren: Welche Holzbehandlung ist die Richtige?

Im Außenbereich führen Sonneneinstrahlung, damit verbundener Ligninabbau, aber auch Pilz- oder Algenbefall sowie andere Verschmutzungen zu Veränderungen der Farbe und Stabilität von Holzmöbeln: hier schützen Lasuren und Lacke, aber auch Öl. Im Innenbereich ist die starke Abnutzung von Möbeln Grund für die Notwendigkeit einer Behandlung. Mit Farblacken können Holzmöbel aber auch individuell gestaltet werden.


Lasieren von Holzmöbeln und -dielen

Die Lasur ist eine Oberflächenbehandlung mit transparentem Ergebnis, die allerdings meist trotzdem eine bestimmte Farbtönung gibt. Die Maserung des Holzes bleibt also sichtbar, es erstrahlt aber eventuell in einem veränderten Farbton, der generell etwas dunkler ist, als zuvor. Es muss darauf geachtet werden, dass farblose Lasuren generell keinen UV-Schutz enthalten - die getönten Produkte dagegen schon. Soll das Holzmöbel aufgehellt werden, empfiehlt sich eine vorherige Aufarbeitung durch Abschleifen. Lasuren können in Dünn- und Dickschichtlasuren unterschieden werden.

  • Dünnschichtlasur: Durch ihre flüssigere Konsistenz kann die Dünnschichtlasur tief ins Holz eindringen. Dadurch ist sie gerade für Möbel, die sich durch Witterungseinflüsse auseinanderziehen, ideal. Im Innenbereich wird sie wegen ihres hohen Lösemittelgehaltes weniger eingesetzt. Dünnschichtlasuren müssen öfters nachgestrichen werden.
  • Dickschichtlasuren: Diese bieten dagegen einen dichten Schutz vor äußeren Einflüssen, der sich auf die Oberfläche des Holzes legt. Die Lasur eignet sich besonders für Holzelemente wie Gartenhäuser, Hochbeete, Zäune, oder Fenster und Türen, wird also gern auch im Innenbereich verwendet.


Lackieren von Holz

Das Lackieren bietet dauerhaftet Schutz vor Umwelt- und Abnutzungserscheinungen. Lack ist vollkommen deckend und daher auch in verschiedenen individuellen Farbtönen als Buntlack erhältlich. Lacke können in Produkte auf Wasser- und auf Kunstharzbasis unterschieden werden. Die Anwendungsbereiche unterscheiden sich hierbei wie folgt:

  • Kunstharzlack: Die Kunstharzvariante ist widerstandsfähiger und eignet sich für Bereiche wie Fenster, die dauerhaft der Witterung ausgesetzt sind.
  • Acryllack auf Wasserbasis: ist weniger widerstandsfähig, es strömt aber auch weniger Dämpfe aus und ist daher eher für den Anstrich von Möbeln im Innenraum geeignet.


Ölen für den Holzschutz

Durch Ölen verlängert sich die Haltbarkeit von Holz und die ursprüngliche Farbe und Struktur des zu behandelnden Gegenstandes kommen wieder zur Geltung. Massivholzmöbeln kann mit Öl ein edler Glanz zurückgegeben werden. Besonders auch bei Holzdielen im Außenbereich und bei Gartenmöbeln ist Öl geeignet. Dabei werden Holzöle verwendet, die im Baumarkt erhältlich und aufgrund ihres natürlichen Ursprungs sehr umweltfreundlich sind. Der Schutz des Holzes vor Umwelteinflüssen ist beim Ölen allerdings geringer. Die Behandlung mit Öl sollte daher in kürzeren Abständen wiederholt werden um den Schutz aufrechtzuerhalten.


Die Entscheidung für die richtige Vorbehandlung vor dem Lackieren und Lasieren des Holzes

Ob es sich bei der angedachten Holzbehandlung um einen Neuanstrich oder einen Renovierungsanstrich handelt, hat wichtige Auswirkungen auf die jeweilige Vorbehandlung. Denn einerseits zeigen sich schon nach einer kurzen Einwirkung von Wetter und Sonne auf Holzgegenstände im Garten deren Auswirkungen, die vor der Behandlung ausgeglichen werden müssen. Andererseits muss auch ein vorher bereits erfolgter Anstrich des Holzes eventuell abgeschliffen werden. Dies ist besonders dann der Fall, wenn das Holz mit Buntlack in einer ganz neuen Farbe erstrahlen soll, oder wenn der alte Schutzlack seine Schutzfunktion nicht mehr erfüllt.

Ob der bereits erfolgte Anstrich noch tragfähig ist, wie man in der Fachsprache sagt, kann durch das feste Anbringen eines Klebebands auf der Holzoberfläche getestet werden. Zeigen sich beim Abziehen Lackrückstände am Band, so muss die Lackierung oder Lasur erneuert und dabei zuvor auch abgeschliffen werden. Ist der alte Holzanstrich noch tragfähig, muss er vor dem Neuanstrich lediglich noch einmal aufgeraut werden.
Handelt es sich generell um einen Neuanstrich und war das Gartenmöbel tatsächlich noch nie Sonne, Wind oder Regen ausgesetzt, müssen vor dem Anstrich lediglich eventuelle Verschmutzungen entfernt werden. Generell sollte jedes Holz vor der Bearbeitung mit Lack oder Lasur trocken sowie frei von Staub, Öl, Fett, Wachs sein.

  • Tragfähige Altbeschichtung: Aufrauen der Oberfläche mit Schleifpapier 100-120
  • Nicht tragfähige Altbeschichtung / Anbringen einer ganz neuen Farbe: Entfernen von Altlack und Holzfasern mit Schleifpapier Körnung 60-100
  • Unbeschadet durch Witterung: lediglich eventuellen Schmutz entfernen


Was muss beim Schleifen beachtet werden?

Holz abschleifen
Für das Abschleifen größerer Flächen, wie es in der Holzmöbelbearbeitung meist der Fall ist, eignen sich Exzenterschleifer, aber auch Schwingschleifer oder Dreiecksschleifer. Im Programm von MENZER ist z.B. der kompakte Trockenbauschleifer MENZER TBS 225 geeignet. Zum Schleifen von Holz geeignet ist beispielsweise das Klett-Schleifscheiben aus Normalkorund, erhältlich in den Körnungen 16-240. Gerade auch die innovativen Schleifgitter aus dem MENZER Ultranet®, K40–400, Ø 225 mm / Edelkorund Programm sind aufgrund der staubarmen Gitterstruktur des Edelkorunds exzellente Partner für Holzschleifarbeiten.
Auch eine Kombination elektrischer Geräte und eines Handschleifers ist denkbar. Denn manuell können komplizierte Bereiche wie Ecken und Kanten präziser bearbeitet werden. Generell sollte beim Schleifen immer in Richtung der Holzmaserung gearbeitet werden. Im Bereich von Holzkanten sollte darauf geachtet werden, dass diese gerundet abgeschliffen werden. Bei einem zu eckigen, scharfen Ergebnis verringert sich der Farbauftrag beim Lackieren oder Lasieren nämlich erheblich. Aufgrund der Einwirkung von feinem Holzstaub auf die Atemwege sollte bei jeglichem Holzschliff eine Staubmaske getragen werden.

[Vitalij Sovaz] © 123RF.com


PRODUKTEMPFEHLUNGEN

Was muss beim Lackieren und Lasieren von Holz beachtet werden?

Lasur

  • Für die Lasur gibt es spezielle breite Lasurpinsel
  • Bei der Verwendung der wasserbasierten Dünnschichtlasur können Pinsel mit Kunststoffborsten verwendet werden.
  • Für Zaunlasuren können Pinsel aus Schweineborsten verwendet werden-
  • Muss beispielsweise an Fenstern gearbeitet werden, empfiehlt sich die Verwendung einer tixotropen, einer tropfgehemmten Lasur.
  • Erweist sich das Ergebnis nach dem ersten Anstrich als zu wenig deckend, kann es in einem zweiten Schritt nachgestrichen werden. Hierbei muss unbedingt die Trocknungszeit der jeweiligen Lasur beachtet werden.
  • Der Auftrag der Lasur erfolgt gleichmäßig und dünn in Faserrichtung.

Lack

  • Beim Auftrag von Kunstharzlack sollten Flockwalzen verwendet werden, für den Auftrag von Acryllacken sind Schaumwalzen geeignet.
  • Für lösungsmittelhaltige Lacke und Farben sollten Pinsel mit Natur- bzw. Chinaborsten verwendet werden.
  • Das Einfärben des Lackes durch im Holz enthaltene Harze kann durch eine Grundierung mit lösemittelhaltigem Sperrgrund verhindert werden, gerade bei der Lackierung in helleren Tönen.
  • Vor dem Gebrauch des Gegenstands sollte die Durchhärtung des Lackes geprüft werden. Bleibt nach Berühren des Lackes ein Fingerabdruck sichtbar, ist die Durchhärtung noch nicht gegeben.

Öl

  • Holzöl kann mit jedem handelsüblichen Pinsel aufgetragen werden, auch Schwämme oder Lappen eignen sich.
  • Der Auftrag kann in mehreren Arbeitsgängen erfolgen.
  • Es sollte immer in Faserrichtung gearbeitet werden.
  • Die Trocknungszeit vor dem weiteren Gebrauch beträgt in der Regel einen Tag.


Beim Verwenden lösemittelhaltiger oder sonstiger mit Chemikalien angereicherter Lacke, Lasuren oder Öle sollte, vor allem im Innenbereich, auf eine gute Belüftung des Arbeitsplatzes geachtet werden. Dies ist auch für das Trocknen der bearbeiteten Möbel und Holzelemente unerlässlich, denn viele Lacke und Lasuren trocknen in sauerstoffreichen Umgebungen schneller. Die fachgerechte Anwendung von Lacken und Lasuren bietet in Haus und Garten dauerhafte Ergebnisse. Für den Erhalt der Schönheit der Holzmöbel sollten Dünnschichtlasuren nach zwei bis drei Jahren erneuert werden. Dickschichtlasuren halten in der Regel drei bis fünf Jahre. Deckende Lacke müssen erst nach 5 bis 7 Jahren nachgestrichen werden.



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