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Holzboden in einem Badezimmer verlegt

[skdesigns] © 123RF.com


Holzböden im Badezimmer: Wärme und Natürlichkeit unter den Füßen

Das eigene Badezimmer als Ort der Entspannung und des Wohlfühlens zu gestalten liegt im Sinne von Spa schon seit Jahren im Trend. Holz ist ein Baustoff, der diese Qualitäten in jeden Raum bringt: wer spürt nicht gern einen angenehm warmen Holzboden unter den Füßen? Zunächst klingt die Verlegung eines Holzbodens im Bad kontraintuitiv, doch mit der richtigen Herangehensweise ist Holz dort genauso zuverlässig, wie jeder Stein- oder Fliesenboden. Der folgende Artikel gibt einen Überblick, worauf bei der Entscheidung für Holz im Bad zu achten ist und wie das Verlegen am besten gelingt.


Vorüberlegungen: Welches Holz kann im Bad verlegt werden?

Eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Verlegung eines Holzfußbodens im Badezimmer ist natürlich die für die Holzart. Dabei ist die Auswahl jedoch nicht unbegrenzt, denn nicht alle Hölzer eignen sich für den Nassbereich. Über die Optik hinaus sollte auf bestimmte Holzeigenschaften, wie z.B. eine längere Feuchtewechselzeit geachtet werden. Diese zeigt an, wie lange ein Holz braucht, um sich an die Bedingungen der Umgebungsluft anzupassen. Hat ein Holz eine geringe Feuchtewechselzeit, quillt es unter Umständen also schnell auf.

Gut geeignet für die Verlegung im Bad sind damit also Hölzer, die viele Harze und Öle enthalten und dadurch weniger anfällig für die Einwirkung von Feuchtigkeit sind. Dazu zählen die tropischen Merbau-, Teak-, Afzelia-Hölzer oder Hölzer unter der Bezeichung Pitch-Pine aus Kanada. Auch der europäische Nussbaum, die Räuchereiche oder Douglasie sind geeignet. Von Buche sollte Abstand genommen werden, da dieses Holz besonders auf Temperaturschwankungen reagiert und schnell aufquillt. Für die Pflege von Vorteil sind im Allgemeinen geölte und offenporige Hölzer, da hier Pflegemittel am besten wirken.


Massiv- oder Fertigparkett?

Massivparkett hat den Ruf, oft stark nachzuarbeiten und dadurch zur Bildung von Fugen im Boden beizutragen. Allerdings kann es aufgrund seiner Stärke auch öfter renoviert werden und ist im Bereich der Ecken eindeutig stabiler. Fertigparkett besitzt dagegen nur eine dünne Schicht aus dem entsprechenden, vom Benutzer gewählten Holz. Die Erneuerung durch Abschleifen ist daher also nur begrenzt möglich. Durch den Einsatz von Massivparkett rückt der Bedarf nach einer vollständige Grundrenovierung des Fußbodens also in die ferne Zukunft. Eine mindestens 15 mm starke Schicht Echtholz ist bei Massivparkett zugunsten der Formstabilität zu empfehlen.

Das Problem des Arbeitens, also Sich-Ausdehnens, von Massivparkett kann durch das Einsetzen von Neoprenfugen vermindert oder sogar gänzlich vermieden werden. Dies soll im Folgenden noch ausgeführt werden.


Die richtige Vorbereitung im Badezimmer

Die Temperatur, gerade von Massivholzparkett, ist ein wichtiger Faktor bei der Verlegung. Hat es vor dem Verlegen, z.B. im Winter unter einer kühleren Temperatur gelagert, muss es vor Beginn der Arbeit zunächst an die Raumtemperatur angepasst werden, da es sich noch auf die ursprüngliche Größe ausdehnen muss. Der Raum sollte vor Beginn mit Folien vor eventuell austretender Dichtungsmasse geschützt werden.



Holzboden im Bad: Was beim Verlegen unbedingt zu beachten ist

Verschiedene Punkte sind für die Planung des Vorhabens zu beachten:

  • Das Parkett sollte nicht schwimmend verlegt werden, das heißt nicht ohne Verbindung mit dem Untergrund, sondern direkt auf dem Estrich schubfest oder schubelastisch verklebt werden.

  • Die Fugen in den Randbereichen sollten generell mit silikonfreier Fugenmasse verschlossen werden, um das Eindringen von Feuchtigkeit in das Holz zu verhindern.

  • Um wie oben beschrieben, das Arbeiten und die Ausdehnung von Massivholz aufzufangen, ist auch das elastische Fugenmaterial aus Neopren geeignet, das aus dem Schiffsbereich bekannt ist. Hier sollte auf die für das Parkett passende Neoprenmasse zurückgegriffen werden, die jeweils vom Hersteller mit angegeben ist. Diese lässt sich bei einer Bodenrenovierung problemlos auch mit abschleifen.

  • Die Verlegerichtung beim Parkett sollte am Lichteinfall in den Raum ausgerichtet werden. Dabei sollte in einer rechtwinkligen Ecke des Raumes begonnen werden. Die Verlegerichtung wird längs nach dem Lichteinfall bestimmt. Dadurch verstärkt sich auch die Tiefenwirkung des Raumes.


Nachbehandlung mit Öl bietet Schutz vor (Bade-)Wasser

Nach der Verlegung sollte unbedingt ein spezielles Holzöl auf den neuen Holzboden aufgetragen werden, um ihn vorm Einfluss der Nässe und anderen Faktoren zu schützen. Dies sollte in zwei Vorgängen erfolgen, wobei der erste Ölauftrag vollständig trocknen sollte. Auf die Verwendung von Lack sollte verzichtet werden, da dabei Risse entstehen können, durch die dann doch wieder Feuchtigkeit eindringen kann. Zudem legt sich Lack nur auf die Oberfläche, während Öl tief in das Holz eindringt.

Nach dem Ölen sollte darauf geachtet werden, dass die dabei benutzten Textilien für einige Tage in Wasser gelagert werden, da beim Trocknen von Öl schnell Wärme entsteht, die zu einem Brand führen kann. Etwa alle zwei Jahre kann die Öloberfläche erneuert werden. Ein Richtwert dafür ist, wie schnell Wasser vom Holz aufgenommen wird.


PRODUKTEMPFEHLUNGEN

Was im Badezimmer-Alltag beachtet werden sollte

Ist dies geschafft, so kann das Bad jetzt als Wohlfühloase mit natürlichem Touch genutzt werden. Dabei sind im Vergleich zu Steinböden oder Fliesen nur Kleinigkeiten zu beachten.

  • Nach der Benutzung von Bad und Dusche, bei der hohe Luftfeuchtigkeit entsteht, solle der Raum für 5-10 Minuten stoßgelüftet werden.
  • Stehende Wasserpfützen und Spritzwasser sollten zeitnah abgewischt werden.
Werden diese Hinweise befolgt, und der Boden regelmäßig nachgepflegt, so kann seine schöne Optik und hohe Qualität über lange Jahre beibehalten werden. Nach längerer Zeit bietet sich eventuell dann eine Renovierung des Bodens per Schleifmaschine an. Dafür können die Schleifmittel von MENZER für Einscheibenmaschinen, wie z.B. die MENZER DOPPELSCHLEIFSCHEIBEN in den Körnungen von 24 bis 100 aufsteigend nach Schleifgang verwendet werden. Der Boden erstrahlt danach wieder in seinem alten warmen Glanz.



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