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Holzfenster werden abgeschliffen

[Stefano Lunardi] © 123RF.com


Holzfenster abschleifen: eine wichtige Maßnahme zur Instandhaltung

Das Abschleifen von Fenstern aus Massivholz gehört zu den Tätigkeiten der Wartung und Instandhaltung im Innen- und Außenbereich eines Hauses. Gerade an der Außenseite der Fenster kann Verwitterung stets zu einer Zustandsminderung des Fensters führen. Circa alle 5 Jahre sollte ein neuer Anstrich erfolgen, was in der Regel einen Schliff notwendig macht. Wie für die Instandsetzung und beim Schleifen vorgegangen werden sollte, das beschreibt der folgende Blogartikel.


Die Auswirkungen der alltäglichen Beanspruchung von Fenstern sind, trotz aller Robustheit des Massivholzes, nicht zu unterschätzen. Durch häufiges Öffnen, Schließen und auch durch die Reinigung, sind sie im Innenbereich Verschleiß ausgesetzt. Der Einfluss von Wind und Wetter, Regen und Eis beeinträchtigt sie im Außenbereich langfristig. Gerade am unteren und äußeren Rahmenbereich von Holzfenstern wird der Lack schnell porös und es besteht die Gefahr der Schimmelbildung an der Silikondichtung. Wer sein Fenster nachhaltig in Stand halten will, sollte mit regelmäßigen Erneuerungen arbeiten. Dabei wird die Verwitterung durch Abschleifen des Holzes und einen darauf folgenden Neuanstrich mit schützendem Lack eingegrenzt. Der Blogartikel beschäftigt sich mit den wichtigsten Schritten der Instandhaltung und den vorher zu treffenden Entscheidungen.


Die richtige Vorbereitung für das Abschleifen von Holzfenstern

Müssen Holzfenster für das Schleifen ausgehängt werden?

Die Entscheidung, ob die Fenster vor dem Schleifen ausgehängt werden sollten, hängt mit dem Grad der Verwitterung zusammen. Gerade wenn tiefe Kratzer bearbeitet und eventuell aufgefüllt werden sollen, oder auch die Silikondichtung in Mitleidenschaft gezogen wurde, bietet es sich an, das Fenster auszuhängen und auf eine Arbeitsbank zu legen. Dies ist ebenfalls dann sinnvoll, wenn der Anstrich umfassend erneuert werden soll. Dann ist auch ein gründlicher Schliff, möglicherweise bis auf frische und gesunde Holzschichten, zweckdienlich. Wenn sowieso beide Seiten, also Innen- und Außenseite bearbeitet werden sollen, ist Aushängen des Fensters ebenfalls am sinnvollsten.


Acryllack, Kunstharzlack oder Lasur: Was kommt nach dem Schliff ans Fenster?

Neben der rational erkennbaren Gefahr der Verwitterung bietet ein Neuanstrich auch die Möglichkeit, einem Haus an Fassade und im Innenraum, eine neue (farbliche) Gestaltung zu geben. Dies kann bereits ein Indikator für die Entscheidung über das Produkt sein, das auf dem Fenster angewendet werden soll. Bezüglich des zu verwendenden Lacktyps muss folgendes beachtet werden: Die Lackierung im Innenbereich des Fensters kann auch auf Acrylbasis erfolgen. Denn Acryllack, der auf Wasserbasis hergestellt wird, strömt weniger Dämpfe aus.

Tendenziell ist Acryllack aber auch weniger widerstandsfähig als Kunstharzlack. Letzterer ist dementsprechend eher für den Außenbereich geeignet. Sowohl Acryllack, als auch Kunstharzlack sind in verschiedenen Farben erhältlich.

Wichtig:
  • Vor dem Lackieren, speziell von Holz im Außenbereich, sollte auch eine Grundierung in Form eines Imprägnierungsanstrichs erfolgen, damit die natürliche Farbe des Holzes nicht durch den ersten Anstrich dringt und dabei unschöne Flecken verursacht.
  • Die Entscheidung für das richtige Produkt hängt zentral auch davon ab, welche Art von Lack vorher verwendet wurde. Denn ein Neuanstrich in Acryllack verträgt sich mit einer Kunstharzhaltigen Unteranstrich nicht - und umgekehrt.
Holzfensterrahmen wird bearbeitet


Holzfenster Abschleifen Schritt für Schritt: Eine Anleitung in sechs Etappen

Ist die Entscheidung über die zu verwendenden Produkte und die richtige Vorgehensweise getroffen, bieten die folgenden Schritte eine gute Orientierung für das Abschleifen der Holzfenster:

  1. Metallbeschläge und Griffe am Fenster sollten zwecks vollständiger und gründlicher Bearbeitung abmontiert werden. Auch die Silikondichtungen können entfernt werden, falls sie, speziell im unteren Rahmenbereich verschimmelt sind, dabei kann auch die Dichtung am Fensterfalz betroffen sein.


  2. Zunächst kann das Holz mit etwas Seifenwasser gereinigt werden. Danach wird der bereits abblätternde Lack mit einem Spachtel oder Stechbeitel abgeschabt. Soll der Anstrich nicht vollständig erneuert oder umgestaltet werden, müssen noch intakte Lackschichten nicht unbedingt abgespachtelt werden, sondern können im Nachgang lediglich überstrichen werden.


  3. Ist das Holz unter der abgespachtelten Farbe aber bereits ergraut, können die obersten Holzschichten mit einem Elektroschleifgerät und Schleifmitteln der Körnung 60-80 abgeschliffen werden. Kratzer, die deutlich zu sehen sind, werden am besten mit Schleifpapier der Körnung 100-120 wieder eingeebnet.


  4. An Stellen, die mit dem Elektro- z.B. Exzenterschleifer nicht gut zu erreichen sind, kann ein Handschleifer mit entsprechendem Schleifpapier für Handschleifer eingesetzt werden.


  5. Ist das neue, unverbrauchte Holz wieder sichtbar, und die Silikondichtung aufgefrischt, kann mit dem Anstrich begonnen werden. Nach einer Grundierung mit Imprägnierungsmittel sollten möglichst zwei aufeinanderfolgende Anstriche durchgeführt werden.


  6. Nach Trocknung des ersten Anstriches wird dieser, möglichst mit dem Handschleifer, nochmals fein angeschliffen (180-240) und dann wiederum überstrichen. Das Fenster kann über Nacht geöffnet bleiben, falls der Lack noch nicht trocken ist.


PRODUKTEMPFEHLUNGEN

Wie man sich vor den Einflüssen beim Holz schleifen schützen kann, Empfehlungen zur Arbeitssicherheit

Das Schleifen (und Lackieren) von Holzfenstern sollte möglichst in einem gut belüfteten Raum stattfinden. Dabei ist das Tragen von Atemschutzmasken, nicht nur wegen des entstehenden Schleifstaubes, sondern auch wegen der möglicherweise giftigen Dämpfe der eingesetzten Lacke notwendig. Arbeitshandschuhe können wegen der reizenden Wirkung von Lacken, ebenfalls einen wichtigen Schutz darstellen. Durch das Abeschleifen und Neulackieren von massiven Holzfenstern werden Qualität und Aussehen also nachhaltig bewahrt. Als Teile der Fassade vermitteln sie immer auch ein Außenbild, das dabei nur verbessert werden kann. Darüber hinaus wird das eigene Heim langfristig von unter Umständen gefährlichen Witterungseinflüssen geschützt und gleichzeitig für kommende Winter vorbereitet.



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