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Teakholztische und Stühle

[Phanuwat Nandee] © 123RF.com


Teakholz schleifen und ölen: Welches Schleifpapier und welches Öl sind geeignet?

Aufgrund seiner Wetterbeständigkeit ist das subtropische Teakholz als Material für Gartenmöbel besonders populär. Nach langem Einsatz im Freien kann sich durch die Witterung jedoch eine graue Patina auf der Oberfläche bilden. Wann lohnt sich das Schleifen von Teakholz und wann reicht eine Bearbeitung mit Öl? Welches Schleifpapier eignet sich und wie geht man beim Ölen am besten vor? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der folgende Blogeintrag.


Zurück zum gewünschten Farbton: Wann Schleifen, wann Ölen?

Der Einsatz von Teakholz im Freien wirkt sich zwar nicht auf seine Stabilität aus. Ist Teak aber über lange Zeit hinweg Sonne und Regen ausgesetzt, löst sich aus seiner Oberfläche die Substanz Lignin und es bildet sich eine silbergraue Schicht. Bei vielen Teakmöbelbesitzern ist die silberne Patina beliebt und durchaus gewünscht, da sie den besonderen hochwertigen und beständigen Charakter des Holzes unterstreicht. Wer allerdings den honigbraunen Farbton des Holzes erhalten will, kann den Prozess der Verfärbung durch regelmäßiges Ölen weitgehend eindämmen. Ist das Möbelstück aber bereits ergraut, kann nur noch durch das Schleifen des Teakholzes der ursprüngliche Farbton wieder erreicht werden.


Schleifen mit Handschleifer oder Schleifmaschine?

Beim Schleifen von Gartenmöbeln aus Teakholz kann entweder per Hand mit Schleifpapier für Handschleifer oder mit einer Schleifmaschine, zum Beispiel einem Exzenterschleifer vorgegangen werden. Welche Technik gewählt wird ist von der Größe der Flächen und von der Erfahrenheit des Handwerkers abhängig.

Während sich Schleifmaschinen vor allem für geübte Hände empfehlen, sind Schleifpapier, Schleifschwämme und Schleifvliese vor allem für kleine Flächen geeignet, bei denen der Kraftaufwand auf Dauer nicht zu hoch wird. Bei Exzenterschleifern muss durch das Eigengewicht der Maschine nicht mehr hart aufgedrückt werden. Die Kombination aus drehender und schwingender Bewegung des Exzenterschleifers macht die Resultate besonders akkurat und auch für gewölbte Bereiche exzellent anwendbar.


Welches Schleifpapier eignet sich für Teak am besten?

Beim Schleifen von Teakholz mit Schleifpapier sollte mit feineren Körnungen ab K100 gearbeitet werden. Die feine Machart dieser Papiere greift die Holzstruktur nicht unnötig an. Bei der Auswahl des Schleifpapiers sollte auf die Anwendbarkeit auf Holz geachtet werden. Dabei eignen sich sowohl das universal einsetzbare und günstige Normalkorund. Auf hartem Holz besonders gut anwendbar sind Schleifpapiere aus den Materialien Halbedelkorund oder Zirkonkorund. Hier eignen sich beispielsweise die MENZER Klett-Schleifscheiben, die jeweils aus Halbedelkorund und Zirkonkorund erhältlich sind.

Hier eignen sich beispielsweise die MENZER Klett-Schleifscheiben, die jeweils aus Halbedelkorund und Zirkonkorund erhältlich sind. Besonders einfach in der Handhabung sind Schleifgitter aus Edelkorund, wie beispielsweise die Linie MENZER ULTRANET Schleifscheiben, die durch ihre Gitterstruktur Staub sofort abtransportiert. Darüber hinaus ermöglichen die Schleifgitter durch ihre harte Struktur besonders präzise Ergebnisse.

MENZER Ultranet Schleifgitter

MENZER Ultranet Schleifgitter

Durchmesser und Lochstruktur sind entsprechend des jeweiligen Herstellers des Exzenterschleifers auszuwählen. Standardgrößen für Exzenterschleifer sind Papiere eines Durchmessers zwischen 125mm und 150mm. Wird sich für den Schliff mit Handschleifgeräten entschieden, können ebenfalls Schleifbögen aus Normalkorund verwendet werden. Schleifbögen aus Korund mit Stearat sind gegen Staubzusetzung nochmals widerstandsfähiger. Beide Typen sind in der Linie von MENZER erhältlich.


Vorgehen beim Schleifen von Teakholz

Im ersten Schritt kann beim Schliff mit einer 100er Körnung begonnen werden. Generell sollte jeglicher Druck nur schwach ausgeübt werden. Dabei ist es durch das Eigengewicht des Exzenterschleifers nicht notwendig, nochmals manuell Druck auszuüben. Für gleichmäßige Ergebnisse sollte man sich in Richtung der Holzmaserung vorarbeiten. Je nach Ergebnis kann sich dann über eine 180er Körnung bis hin zu einer 240er Körnung gesteigert werden.

Um ein optimales Schleifergebnis zu erzielen empfiehlt es sich, das Holz leicht mit Wasser zu benetzen. Wenn sich die Holzfasern danach aufrichten und noch ertasten lassen, kann mit einem Schleifpapier feinerer Körnung jeweils nachgearbeitet werden. Generell empfiehlt sich das Tragen einer Staubmaske, da der feine Holzstaub unter Umständen für die Atemwege gefährlich werden kann. Nach dem Schliff sollten die Staubpartikel möglichst abgesaugt werden.


Produktempfehlungen für das Schleifen von Teakholz

Vorgehen beim Ölen von Teakholz

Ist der Schliff abgeschlossen, empfiehlt sich unbedingt das Ölen des Teakholzes mit speziellem Teak-Öl. Dadurch lässt sich ein Nachgrauen weitgehend verhindern, da die Oberfläche gegenüber Wasser versiegelt wird und dennoch atmen kann. Auch das Eindringen von Flecken durch äußere Verschmutzung, wie Glasränder oder ölhaltige Rückstände kann dadurch eingedämmt werden. Für dauerhaften Schutz gegen die Einwirkung äußerer Faktoren sollten Teakholz-Gartenmöbel zwei bis dreimal im Jahr mit Öl bearbeitet werden, zum Beispiel bei der ersten Nutzung im Frühjahr, dann nochmals im Frühsommer und schließlich wieder vor dem Überwintern.


Die Nachpflege mit Teak-Öl schützt vor weiterer Patinabildung

Teakholz ölen mit Pinsel
Vor dem Ölen von Teakholz sind einige Arbeitsschritte zu beachten: Zunächst sollte die Holzoberfläche unbedingt mit einem trockenen Tuch von Schleifrückständen und sonstigem Schmutz gesäubert werden, da sonst das Öl nicht eindringen kann. Für diese erste Reinigung eignen sich Staubwisch- oder Microfasertücher. Auch hier sollte die Staubmaske noch getragen werden, da durch die Reibung restlicher Staub aufgewirbelt werden kann. Danach kann dann das Öl mithilfe eines Pinsels oder Baumwolltuchs aufgetragen werden. Ist das Öl für einige Stunden eingezogen und getrocknet, ist es Zeit für eine Nachpolitur, die den Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit nochmals stärkt. Nach circa einer Woche ist das Möbelstück dann wieder ohne die Gefahr des Abfärbens nutzbar.

Tipp für die Auswahl des Öls

Generell sind farblose und pigmentierte Öle zu unterscheiden. Letztere bieten UV-Schutz und wirken dadurch besonders stark gegen das Ergrauen. Bei farblosen Ölen ist dies nicht der Fall. Sie sind also dann geeignet, wenn die graue Teakholz-Patina gewünscht ist. Auf Öle mit zugesetzten Lösungsmitteln sollte möglichst verzichtet werden, da diese den natürlichen Schutz des Holzes beeinträchtigen.

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Wer die regelmäßige Nachpflege mit Teakholz-Öl konsequent einhält, hat in der nächsten Saison kein Ergrauen der Gartenmöbel mehr zu fürchten und kann sich dauerhaft an ihrer warmen Farbe und Holzmaserung erfreuen.



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