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Holzwerkstoffe für den Trockenbau


Das richtige Schleifmittel vorausgesetzt – eignen sich Langhalsschleifer auch hervorragend zum Schleifen von Holz bzw. Holzwerkstoffen. Daher soll an dieser Stelle ein Überblick über Holzwerkstoffe, die man im Trockenbau verwendet, gegeben werden.


Der Einsatz von Holz im Trockenbau erfolgt oft „indirekt“ über so genannte Holzwerkstoffe. Werkstoffe aus Holz werden in verschiedenen Formen hergestellt, besonders typisch sind Holzwerkstoffplatten. Unter Holzwerkstoffen versteht man im Trockenbau normalerweise eben diese gepressten Platten aus kleinen Holzteilen, Holzstäben, Spänen, Furnieren und Bindemitteln.

Im Trockenbau werden Holzwerkstoffe eingesetzt, da sie die natürlichen und technischen Vorteile von Holz beibehalten, gleichzeitig jedoch viele Nachteile von Holz umgehen: Beispielhaft sei hier nur das typische Quellen und Schwinden von Holz in Abhängigkeit von der Umgebungsfeuchtigkeit genannt. Holzwerkstoffplatten werden in der Statik-Norm DIN 1052 beschrieben. Im Trockenbau können diese Platten sowohl innen als auch außen eingesetzt werden, beispielsweise bei Deckenkonstruktionen, Trockenbau-Fußböden oder Dachschalungen.


Holzspanplatten

Holzspanplatten für den Trockenbau enthalten beispielsweise Holzspäne, Faserstoffe, Härter und Bindemittel, oft Feuer- und Pilzschutzmittel sowie Farbstoffe und Beschichtungen. Dünnere („leichte“) Holzspanplatten werden im Trockenbau beispielsweise zur Schalldämmung eingesetzt, bevorzugt verwendet der Trockenbauer jedoch schwerere Holzspanplatten (Dichte > 550 kg/m³).

Da jedoch die Biegefestigkeit von Holzspanplatten mit zunehmender Dicke abnimmt, ist es oftmals günstiger (z.B. bei Trockenbauwänden), zwei dünnere anstelle einer einzelnen dicken Holzspanplatte einzusetzen.
Je nach Verwendung werden im Trockenbau folgende Holzspanplatten unterschieden: Flachpressplatten, nichttragende Spanplatten und Akustikplatten (auch als Schallschluckplatten bezeichnet).
Holzspanplatte

[Igor Zakharevich] © 123RF.com


Flachpressplatten

Im Trockenbau werden z.B. Flachpressplatten für Wände und Decken verwendet, wobei Flachpressplatten versteifend wirken und daher als mittragend gelten können. Der Trockenbauer schätzt Flachpressplatten besonders wegen Ihrer schalldämmenden und wärmeisolierenden Eigenschaft. Flachpressplatten werden – je nach Verklebung und dem verwendeten Holzschutzmittel – weiter in Flachpressplatten Typ V 20, Typ V 100 und Typ V 100 G unterschieden.

Flachpressplatten V 20 sind für Räume mit niederer Luftfeuchte geeignet, wohingegen der Trockenbauer V 100-Platten in Feuchträumen wie Badezimmern einsetzt. Flachpressplatten V 100 G sind ebenfalls für hohe Luftfeuchtigkeit geeignet, zusätzlich sind sie noch mit einem Pilzschutzmittel ausgestattet.


Nichttragenden Spanplatten & Akustikplatten

Weiterhin werden im Trockenbau Holzwerkstoffe in Form von nichttragenden Spanplatten verwendet. DIN 68762 legt fest, dass dieser Typ Spanplatten für „Sonderzwecke“ einzusetzen ist. Im Trockenbau sind damit vor allem Wand- und Deckenverkleidungen gemeint. Diese erfüllen keinerlei tragende Funktion, sondern dienen lediglich der Optik oder der Akustik.

Akustikplatten werden auch als Schallschluckplatten bezeichnet. Im Trockenbau werden sie eingesetzt, um Schallbrücken im Bereich von 250 – 4000 Hz zu unterbinden bzw. zu minimieren.


Schleifmittel für Holzwerkstoffe

Holzfaserplatten

Holzfaserplatten
Holzfaserplatten werden im Trockenbau ebenfalls häufig eingesetzt. Bei der Herstellung werden verholzte Fasern meist mit, teilweise jedoch auch ohne Bindemittel zusammengefügt. Darüber hinaus sind Zusätze, beispielsweise um Schädlingsbefall zu vermeiden oder die Brandschutzeigenschaften zu verbessern, mittlerweile recht häufig.

Auch Holzfaserplatten können im Trockenbau tragende oder nichttragende Elemente verwendet werden. Mittragende Holzfaserplatten haben eine höhere Dichte (ab ca. 350 kg/m³) als nichttragende und nichtversteifende Platten. Sie kommen im Innen- und Außenbereich, beispielsweise als Wandbekleidung, Fußboden oder in Dächern zum Einsatz.

[Igor Zakharevich] © 123RF.com


Sperrholz

Als dritte Art von Holzwerkstoff-Platten kommt im Trockenbau Sperrholz in verschiedenen Varianten zur Anwendung: Der Trockenbauer unterscheidet zwischen Furniersperrholz, Stabsperrholz und Stäbchensperrholz, wobei im Furniersperrholz im Trockenbau definitiv die größte Rolle spielt. Sperrholz besteht im Allgemeinen aus mindestens drei verleimten Schichten, weshalb es sich im Trockenbau insbesondere für tragende oder mittragende Bekleidungen eignet.

Die Unterscheidung dieser Sperrholztypen erfolgt nach der Güte der verwendeten Furniere sowie nach dem eingesetzten Klebstoff. Darüber hinaus können alle Sperrholztypen noch mit Zusätzen versehen werden, um Pilzbefall zu verhindern oder den Feuerschutz zu erhöhen.
Sperrholz

[Igor Zakharevich] © 123RF.com


Im Vergleich zu den zuvor genannten Holzspanplatten sowie den nichttragenden Spanplatten ist Sperrholz preislich höher angesiedelt. Dies kann sich jedoch im Trockenbau aufgrund der höheren Belastbarkeit bei gleichzeitiger höherer Elastizität lohnen. Nicht zuletzt spricht oft auch die besondere Wetterbeständigkeit für den Einsatz von Sperrholz im Trockenbau.



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