• Sichere Zahlungsarten
  • Günstiger Versand
  • Schnelle Lieferung
  • Kostenlose Rücksendung
  • 0341 / 39 28 43 40
Shabby Chic Möbel

[Alena Ozerova] © 123RF.com

Shabby Chic Möbel selber machen

Shabby Chic Möbel liegen gerade voll im Trend. MioTools.de zeigt Ihnen, wie Sie die nostalgischen Möbelstücke mit ein paar Handgriffen selber machen können. Alte Kommoden und Gegenstände vom Flohmarkt sowie Erbstücke lassen sich so ganz einfach zum persönlichen Möbelstück im Used-Look aufarbeiten.


Was ist Shabby Chic?

Der Einrichtungsstil „Shabby Chic“ zeichnet sich durch eine Kombination von alten, neuen und kuriosen Gegenständen aus. Charakteristisch für die Stilrichtung sind etwa Kommoden, Tische oder Schränkchen mit Gebrauchsspuren wie Kratzern, abgeplatzten Lack und groben Holz. Bevorzugt werden Naturmaterialien verwendet, die aber durchaus mit Neuem gemixt werden dürfen. So trifft etwa eine gekalkte, alte Kommode auf ein abgenutztes Ledersofa und eine moderne Stehlampe. “Shabby chic” heißt übersetzt zwar “schäbiger Schick”, damit sind aber vor allem Möbelstücke gemeint, die eine eigene Geschichte erzählen.

Die Namensgeberin des Einrichtungsstils ist die Designerin Rachel Ashwell, die Schnäppchen vom Flohmarkt immer neu kombinierte. In den 80er Jahren eröffnete sie den ersten Shabby Chic Couture Laden in Kalifornien. Die typische Farbgebung für den Look sind Pastellfarben, die mit Cremeweiß und Beige sowie metallenen Tönen kombiniert werden. Handarbeiten, wie Gestricktes und Gehäkeltes oder selbstgemachte Möbelstücke und Gegenstände haben genauso ihren Platz wie Kuriositäten. Auch Papiertapeten mit romantischen Blütendekor und Teppiche mit floralen Mustern sowie altes Porzellan gehören zu dem gemütlichen Wohnstil.


Aus alt mach neu: Shabby Chic Möbelstücke selbst gemacht

Alte Stücke von Floh- und Trödelmärkten, ausrangierte Möbel oder Erbstücke können mit wenigen Handgriffen im Shabby-Chic-Stil erstrahlen. Der Einrichtungsstil lässt sich auch für wenig Geld mit Farbe und Schleifpapier selbst herstellen. Die alten Möbelstücke und Dekorationsartikel werden lackiert und geschliffen, bis der Used-Look entsteht.

MioTools.de stellt zwei verschiedene Möglichkeiten vor, wie man den alten Möbeln ein neues Leben einhaucht und ihnen die unverwechselbare, schäbige Patina verpasst.


Shabby Chic Möbelstücke mit Acryllack

1. Reinigung
Das Möbelstück wird zunächst mit einem feuchten Tuch und einem sanften Reinigungsmittel gesäubert. Dafür eignet sich zum Beispiel der RETOL CARE CLEANER Universalreiniger, der Schmutz und Fett zuverlässig von der Oberfläche löst. Die Holzfasern stellen sich durch das gleichzeitige „Wässern“ auf und lassen sich später leichter abschleifen.

Tisch schleifen, um Shabby Chic zu erzeugen
2. Schleifen
Um den Möbelstück den angesagten Vintage-Look zu verpassen, wird die Oberfläche zunächst mit Schleifpapier angeraut. Beim Schleifen wird stets mit einem groben Schleifpapier (Körnung 120) begonnen, über eine mittlere Körnung (150), bis hin zu einem feinen Papier (Körnung 180).

Das Holzstück wird mit einem Multi- oder Handschleifer unter leichtem Druck in Richtung der Holzmaserung geschliffen. Mit einem Schraubenzieher und groben Schleifpapier lässt sich die Oberfläche des Möbels stellenweise weiter aufarbeiten. Nach dem Schleifen muss der Holzstaub mit einer trockenen Bürsten oder einem Industriesauger abgesaugt werden. Am besten wird das Möbelstück noch einmal nebelfeucht abgewischt.

[belchonock] © 123RF.com


PRODUKTEMPFEHLUNGEN

3. Anstrich
Nach dem vollständigen Trocknen wird das Holzmöbel in dem gewünschten Farbton mit weißer, ölhaltiger Vorstreichfarbe zunächst grundiert. Anschließend kann das Möbelstück mit matter Acrylfarbe lackiert werden. Die Kanten und zwei bis drei Bahnen werden mit dem Pinsel gestrichen und anschließend mit einer Schaumstoffrolle „verschlichtet“. Dazu wird erst quer und dann längs in Richtung der Holzfasern gestrichen, um ein gleichmäßiges Oberflächenbild zu erhalten.

4. Patina herstellen
Um die typische Patina des Shabby Chics zu erzeugen, wird das Möbelstück danach mit Schleifpapier abgeschmirgelt, bis eine glatte Oberfläche entsteht. Die Arbeitsvorgänge des Streichens und Schmirgelns werden etwa drei bis vier Mal wiederholt. Wichtig ist, dass das Möbelstück nach jedem Streichvorgang über Nacht gut durchtrocknet. Durch das Bearbeiten der Ecken und Kanten werden die Gebrauchsspuren mit Schmirgelpapier weiter herausgearbeitet.

Zum Abschluss wird eine Schicht Patina auf Acrylbasis aufgetragen, die den authentischen, abgenutzten Look verstärkt. Fertig ist das selbstgemachte Shabby-Chic-Möbelstück!


Shabby Chic Möbelstücke mit Kreidefarben

Vorarbeit
Das Möbelstück wird mit einem feuchten Tuch und einem sanften Reinigungsmittel gesäubert. Durch die Feuchtigkeit stellen sich die Fasern des Holzes leicht auf und lassen sich mit Schleifpapier für Handschleifer leicht abschleifen. Bei vorgebehandelten Hölzern erhöht sich durch das Anschleifen zudem die Haftwirkung der Kreidefarbe.

1. Kreidefarbe auf Holz
Das Holz des Möbelstücks wird deckend im gewünschten Farbton mit Kreidefarbe – auch "Chalky Paint" genannt – etwa von Rayher oder VBS angestrichen. Die Farbe wird gleichmäßig mit einem Pinsel in die gleiche Richtung aufgetragen und dann verschlichtet, indem sie quer zum ersten Anstrich verteilt wird. Nach dem Trocknen des Möbelstücks, lässt sich der Shabby Chic einfach herstellen, indem die Oberfläche sowie Ecken und Kanten vereinzelt abgeschliffen werden.

2. Gekalktes Holz
Ein „gekalkter“ Effekt wird erzielt, indem eine helle Kreidefarbe dünn auf weiches Holz wie Kiefer oder Fichte aufgebracht wird. Das Holz wird vor dem Anstrich mit einer Messingbürste kräftig bearbeitet, um eine rustikale Optik zu erzielen. Durch die Farbe werden die Holzmaserung und Vertiefungen stärker betont und erzeugen den charakteristischen Shabby-Look.

3. Zwei Kreidefarben
Für den angesagten Shabby Chic können auch zwei Kalkfarbtöne übereinander gestrichen werden. Durch das vorsichtige Anschleifen der obersten Farbschicht an den Ecken und Kanten des Möbelstücks kommt die Farbe darunter oder das Holz zum Vorschein. So entstehen die angesagten Gebrauchsspuren und schöne Farbeffekte.



Weitere Artikel