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-Vintage Möbel selber machen Teil 2-


Vintage in Reinkultur – mit Kreidefarben

In Kombination mit aufgerauten und abgeriebenen Stellen sind Kreidefarben wohl das Erkennungszeichen schlechthin, wenn es um Vintage-Einrichtunsgegenstände geht. Für deren Anwendung sollte das Möbelstück wie immer erst mit einem leicht feuchten Tuch gereinigt werden. Nach dem ersten Anschleifen, das bei vorbehandeltem Holz die Haftwirkung der Kreidefarbe noch erhöht, kann man sich mit den bereits geschilderten Methoden sein Wunschmöbelstück kreieren. Die auch Chalky Paint genannte Farbe kann beispielsweise in zwei Schichten aufgetragen werden, wobei die zweite einfach leicht abgeschliffen wird, falls nur die darunterliegende Farbe sichtbar werden soll, oder fest abgeschliffen wird, falls der hölzerne Untergrund die Blicke auf sich ziehen soll.


Will man nur eine Farbschicht benutzen, kann diese gleichmäßig mit einem Pinsel in die eine Richtung aufgetragen und dann verschlichtet werden, indem sie quer zu diesem ersten Anstrich verteilt wird. Nach dem Trocknen des Möbelstücks, lässt sich der Shabby Chic einfach herstellen, indem die Oberfläche sowie Ecken und Kanten vereinzelt abgeschliffen werden. Weiterhin kann man weichem Holz (z.B.: Fichte oder Kiefer) einen gekalkten Effekt verleihen. Dafür nutzt man vor dem Anstrich eine Messingbürste, mit welcher die Poren geöffnet und eine rustikale Optik hergestellt werden. Trägt man dann die Kreidefarbe auf, kommen die Vertiefungen und Maserungen des Holzes wunderbar zur Geltung.



Der grobe Ansatz: schleifen, stechen, kratzen

Hat man das Glück, ein Möbelstück gefunden zu haben, das in Bezug auf Kolorierung, Musterung und Maserung allen Wünschen entspricht, kann man nach einer kurzen Reinigung mit Wasser und/oder mildem Reinigungsmittel mit Schleifpapier, Drahtbürste, Schraubenzieher oder Messer ans Werk gehen. Kerben, kleine Löcher oder abgekratzte beziehungsweise abgeschliffene Stellen erzeugen den Anschein einer im wahrsten Sinne des Wortes bewegten Geschichte und sind in der Regel leicht zu bewerkstelligen. Ecken, Kanten und Griffe/Knäufe sind häufig von Abnutzungserscheinungen betroffen.

Entsprechend sollten diese gleichmäßig oder, wenn ein asymmetrisches Erscheinungsbild gewünscht wird, nicht ganz so gleichmäßig geschmirgelt werden, bis der Eindruck von Abgegriffenheit entsteht.
Tisch abschleifen für Vintage Effekt

[belchonock] © 123RF.com

Bei Schubladen und Türen, aber auch Tischplatten à la Vintage sind neben abgeschliffenen Stellen Einkerbungen unterschiedlichster Größen und Arten ein typisches Merkmal. In Bezug auf das Schleifen kann, je nachdem, welchen Effekt man erzielen möchte und wie sich das Holz verhält, ein Schleifgang ausreichen. Für gewöhnlich wird sich aber auch hier nach dem ersten Schmirgeln mit grobem Schleifpapier ein zweiter Gang mit mittlerer und einer dritter mit feiner Körnung anschließen. Nach verrichteter Arbeit empfiehlt es sich, eine abschließende Lasur aufzutragen oder auch eine Lackierung vorzunehmen, falls diese besser zu den neuen Gegebenheiten passt. Dazu muss das bearbeitete Möbelstück einfach nochmal gereinigt werden, wobei darauf zu achten ist, keine abstehenden Splitter zurückzulassen. Dabei kann ein Industriesauger bei besonders aufwändigen Schleifaktionen von großem Nutzen sein.



PRODUKTEMPFEHLUNGEN

Punkten mit Papier – Decoupage macht's möglich

Neben Techniken, die mehr mit dem Abtragen von Material zu tun haben, gibt es auch die Möglichkeit, dem zukünftigen Vintage Möbelstück etwas hinzuzufügen: Bei der Decoupage-Technik wird gemustertes Papier zugeschnitten, auf gereinigten Untergrund aufgeklebt, mehrfach lackiert und bei Bedarf nochmals abschließend abgeschliffen. In der Regel werden recht dicke Papiere verwendet (63 g/qm wäre hier ein typisches Gewicht). An Arbeitsmitteln kommen Konturenscheren, Lack, Leim/Kleber, Pinsel und Schwämme zum Einsatz.

Hat man sich für ein Motiv entschieden, das dem Möbelstück den gewünschten Shabby-Look verleiht, wird das Papier zunächst passgenau ausgeschnitten und dann mit einem nicht zu nassen Schwamm auf der Rückseite befeuchtet. Vorsicht, das Papier kann sich dabei leicht aufrollen. Im Anschluss kann handelsüblicher Leim oder auch spezieller Decoupage-Kleber zur Fixierung benutzt werden. Wer den Shabby-Eindruck noch verstärken möchte, kann das Papier vor dem Befeuchten und Aufkleben an den Rändern noch mit einem Pinsel und dunkler Farbe bearbeiten. Auf diese Weise entsteht ein Braun- bzw. Gelbstich, der das Möbelstück älter erscheinen lässt. Nach dem Fixieren kann überschüssiger Kleber mit Hilfe von Schwämmen, Tüchern oder Handrollen beseitigt werden.

Der Vorteil bei letzterem: Das Papier wird effektiv geglättet. Nach einer angemessenen Trockenphase kann der Lack aufgetragen werden, welcher den Höhenunterschied zwischen Untergrund und Papier nivelliert. Die Decoupage-Lacke gibt es sowohl in matter als auch in glänzender Ausführung. Die Wahl eines geeigneten Pinsels richtet sich dabei nach dem verwendeten Lack. Bei wasserbasierten Lacken sind Kunstfaserpinsel, bei solchen auf Lösungsmittelbasis Pinsel mit Naturborsten zu empfehlen. Ab der dritten Lackschicht kann dann nach Gusto geschliffen werden, am besten mit Schleifpapier mittlerer oder feiner Körnung.


Fazit

All die genannten Mittel können dazu benutzt werden, dem Möbelstück eine Aura des Geschichtsträchtigen und damit Bewahrenswerten zu geben. Dabei wirkt ein Vintage Möbelstück gerade wegen vorhandener Risse und Löcher, abgeschmirgelter Stellen, abblätternder Farbe oder Unregelmäßigkeiten in der Farb- und Formgebung sehr durabel, ja fast schon trotzig gegen den Verlauf der Zeit. Quasi ein Stück für die Ewigkeit, die man sich dank unserer Tipps in die eigenen vier Wände holen kann.

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